TECHNISCHE DATEN
| Rahmengröße 1 | Rahmengröße 2 | |
| Sitzbreite | 24, 27, 30 cm | 29, 32, 35 cm |
| Sitztiefe | 27 - 36 cm | 31 - 40 cm |
| Sitzhöhe | 47 - 58,5 cm | 47 - 58,5 cm |
| Rückenhöhe | 45 cm | 55 cm |
| Unterschenkellänge | 22 - 40 cm | 22 - 40 cm |
| Maximale, überfahrbare Toilettenhöhe | 53 cm | 53 cm |
| Sitzwinkel | -10° bis +45° | -10° bis +45° |
| Rückenwinkel | 72° - 120° | 72° - 120° |
| Kniewinkel | 78° - 138° | 78° - 138° |
| Fußwinkel | 80° - 100° | 80° - 100° |
| Armlehnenhöhe | 14,5 - 20,5 cm | 14,5 - 20,5 cm |
| Lenkraddurchmesser | 75, 100 mm | 75, 100 mm |
| Maximale Zuladung | 60 kg | 60 kg |
| Länge | 70 cm | 70 cm |
| Breite | 56 cm | 56 cm |
| Hilfsmittelnummer | 33.40.04.1015 | 33.40.04.1015 |
VIDEO
Therapeutischer Nutzen
SHARKY ist unser Toilettenrollstuhl und als solcher erleichtert er im Nassbereich den Alltag beim täglichen Toilettentraining und -gang, sowie bei der täglichen Hygiene in vielseitiger Weise.
Gründe warum ein spezielles Hilfsmittel für das Training erforderlich sein kann, sind vielfältig. Wesentlich dabei zu nennen sind jedoch folgende Situationen:
- Organisch bedingte Fehlbildungen oder Fehlfunktionen. Diese kommen vor allem bei körperbehinderten Kindern vor. Z.B. bei einer Fehlentwicklung der Harnblase oder der Harnleiter, oder damit zusammenhängende spastische Bewegungsmuster die die Steuerung der Schließmuskulatur kontrollieren.
- Unzureichende Reizweiterleitung im Nervensystem. Bei einer vollen Blase meldet die Blasenwand eine entsprechende Botschaft ans Gehirn. Ist diese Reizleitung gestört oder sogar komplett unterbrochen, kann das Bedürfnis nicht ausreichend bewusstgemacht werden. Dies kann organisch bedingt sein, also z.B. durch eine Beschädigung der Nervenzellen. Oder es liegt eine Wahrnehmungsstörung, also eine unzureichende Verarbeitung des Reizes, vor.
- Zu wenig Bewegung. Gerade Kinder mit Körperbehinderungen müssen lange sitzen oder liegen. Sie bewegen sich weniger als gesunde Kinder und die Darmbewegung wird dadurch häufig stark eingeschränkt. Soll dann auch noch das „große Geschäft“ im Liegen erledigt werden, haben die Kinder erhebliche Probleme.
- Fehlende Kommunikationsmöglichkeiten. Kinder mit Behinderungen können sich oft nicht so äußern wie gesunde Kinder. So fehlt es häufig an Kommunikationsmöglichkeiten, sich klar auszudrücken, wenn es einmal „dringend“ wird.
- Geistige Behinderung. Kinder mit einer geistigen Behinderung scheinen häufig für ein gezieltes Toilettentraining nicht ansprechbar zu sein. Sie haben von sich aus wenig eigenen Antrieb, trocken zu werden. Ein Verständnis für das Thema muss erst aufgebaut werden.
Das Toilettentraining ist bereits im Kindesalter ein nicht zu vernachlässigender Ansatz in der Erziehung „normaler“, sowie gerade auch „besonderer“ Kinder und wird im Alter von ca. 2-3 Jahren begonnen. Zielsetzung ist die Förderung der Selbstständigkeit. Denn diese ist ein entscheidender Faktor für ein möglichst autonomes Leben und speziell mit dem Toilettenbereich als ein sehr sensibler Teil davon.
SHARKY bietet diesen Kindern, denen ausreichend eigene Körperstabilität fehlt, die Möglichkeit aufgrund der Sitzeinstellungen mit möglicher 45° Kantelung und unabhängiger Rückenlehnenverstellung, ausreichend externe Unterstützung aufzubauen. Ergänzt wird dies durch ergänzendes Zubehör, wie eine Oberkörperstütze oder Neoprenbegurtungen. Zudem kann eine entsprechend nach vorne gebeugte (negativ gekantelte) Sitzposition mit fest aufgestellten Füßen, die Beckenbodenmuskulatur lockern und dem Kind bei der Entspannung helfen. Die vielseitig anpass- und verstellbare Sitzeinheit wird ergänzt durch verschiedene Untergestelle, wie zum Beispiel ein fahrbarer und höhenverstellbarer Unterrahmen, sowie ein Wannenuntergestell oder ein Toilettenadapter. Damit werden alle wesentlichen Bereiche der täglichen Hygiene bestens abgedeckt.

